What are we in the eyes of Marx?

Am 5. Mai 2018 wäre Karl Marz 200 Jahre alt geworden. Anlässlich zu diesem geschichtsträchtigen Jubiläum laden das Beirut Institute for Critical Analysis and Research (BICAR), das Beirut Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Goethe- Insitut Libanon zu einer philisophischen Gesprächsrunde zwischen dem Politikwissenschaftler Michael Heinrich und dem Philosophen Frank Ruda  ein.

"What are we in the eyes of Marx?“ ist die erste Veranstaltung in einer Reihe von Diskussionsrunden und Vorträgen, die sich durch das Jahr 2019 hindurch fortsetzten werden.

Freitag, 7. Dezember 2018,  20:30- 23:00 Uhr
AUB, Gebäude 37, Center for Arts and Humanities
Geleitet vom Goethe-Institut Libanon

https://www.facebook.com/events/552535481827069/

Michael Heinrich promovierte an der FU Berlin in Politikwissenschaften, lehrte viele Jahre an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und arbeitete als leitender Redakteur von PROKLA - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf der Theorie von Karl Marx und der Geschichte der Entwicklung ökonomischer Theorien, wie etwa in seinem Werk "Die Wissenschaft vom Wert“, die Marxs Kritik der politischen Ökonomie ausführlich untersucht. Michael Heinrichs Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie ist mittlerweile zum deutschsprachigen Standardwerk avanciert.

Frank Ruda, der ebenfalls an der FU Berlin promovierte, war als interim Professor für Philosophie audiovisueller Medien an der Bauhaus Universität Weimar, als Gastprofessor am Philosophischen Institut des Slovenian Scientific Research Center in Ljubljana und ebenfalls als interim Professor für Sozialphilosophie an der Goethe Universität in Frankfurt tätig. Seit 2018 arbeitet er als Dozent für Philosophie an der Universität Dundee. In "Reading Marx“, das er zusammen mit Agon Hamza und Slavoj Žižek veröffentlichte, wird eine radikale Umdeutung des Marxismusbegriffs vorgenommen, der, in den Kontext eines sich formierenden fehlerhaften Neoliberalismus eingebettet, nach einer stringenten neuen emanzipatorischen Politik fragt.

Die Diskussion wird von Ray Brassier geleitet werden, der, neben seiner Mitgliedschaft bei BICAR und seiner Tätigkeit in der philosophischen Fakultät an der Amerikanischen Universität Beirut, vorallem für seine Arbeiten zu philosophischem Realismus bekannt ist.

Über BICAR

Das Beiruter Insitut für kritische Analyse und Forschung (BICAR), das 2015 gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, kritische Analyse und Herangehensweisen im Kontext des Modernitätsbegriffs im Libanon und im Mittleren Osten zu entwickeln und zu stärken. BICAR stellt  eine Plattform für ForscherInnen, AkademikerInnen, KünstlerInnen, AutorInnen, Studierende und Interressierte zu Verfügung, um sich mit sozialen, kulturellen und politischen Prozessen auseinandersusetzen. Dabei gilt die Maxime eines konstruktiven Austauschs zwischen intellektuellen Fragestellungen, sozialer Realität und sozialem Wandel.

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